Kyoko Tanino Violine
John Wennberg Violoncello
Erich Born Klarinette
Christian Nagel Klavier
Im Aufwind – Ein Werk, das trägt
Wenn Sie Olivier Messiaëns (1908-1992) Quartett für das Ende der Zeit hören, begegnen Sie einem Werk, das weit über den Konzertmoment hinausreicht. Es erzählt von Angst und Hoffnung, von Stille und innerer Kraft – und davon, wie Musik zu einem Ort werden kann, der einen durch schwere Zeiten trägt.
Messiaën komponierte dieses Werk 1940 im Kriegsgefangenenlager Stalag VIII A. Die Uraufführung fand unter einfachsten Bedingungen statt, gespielt von drei Mitgefangenen und dem Komponisten selbst. Und doch berichtete Messiaën später von einem Publikum, das mit unvergleichlicher Aufmerksamkeit zuhörte. Vielleicht weil Musik in solchen Momenten etwas schafft, das man nicht festhalten kann, das aber bleibt.
Für uns Musiker*innen ist dieses Quartett genau das: ein Werk, das Räume öffnet. Der „Abgrund der Vögel“ spricht von Sehnsucht nach Licht. Die „Liturgie aus Kristall“ lässt Vogelstimmen über die Zeit hinwegschweben. Und in den beiden weit gespannten Lobgesängen entsteht eine Musik, die geduldig atmet und dem Zuhören eine unerwartete Ruhe schenkt.
Dieses Kammerkonzert ist für uns eine Einladung, gemeinsam mit Ihnen einen Moment der Konzentration, der Nähe und der Stille zu teilen. Ein Moment, der zeigt: Musik kann Halt geben. Und sie kann stärken.
Hoffnung in schweren Zeiten
Messiaen setzt sich mit menschlichen Fragen am Rande des Abgrunds auseinander und findet Hoffnung und Trost in seinem Glauben. Durch seine Musik bringt er zum Ausdruck, wofür es manchmal keine Worte gibt, eröffnet innere Räume und regt zu eigenen Gedanken an.
Für uns im Hospizverein bedeutet Hoffnung nicht, dass alles gut wird, sondern vor allem, dass niemand allein bleiben muss. Dass jemand zuhört. Dass jemand aushält.
Begleitung am Lebensende oder in der Trauer bedeutet für uns, Menschen in einer besonders verletzlichen Phase ihres Lebens zur Seite zu stehen – mit Zeit, Respekt und Zuwendung. Wir begegnen Menschen, deren Blick auf das Wesentliche geschärft ist, und erleben täglich, welche Bedeutung Trost, Vertrauen und verlässliche Beziehungen haben können. Denn „Jeder braucht jemanden. Irgendwann.“ Es geht darum, Raum für Gefühle, Erinnerungen und Gespräche zu schaffen, die sonst keinen Platz finden.
Musik kann dabei eine wichtige Rolle spielen. Kunst kann anregen, trösten und stärken. Nicht zuletzt sind Musik und Kunst auch für viele unserer Begleiter*innen eine Kraftquelle.
Wir freuen uns außerordentlich über die Zusammenarbeit mit der Bodensee Philharmonie und darauf, diesen Nachmittag mit Ihnen zu teilen – als Moment der Ruhe, des Nachsinnens und der Zuversicht.
Petra Hinderer, Hospiz Konstanz e.V.
Mehr Informationen und Tickets finden Sie auf der Webseite der Bodensee Philharmonie.
| Datum | Sonntag, 01.03.2026 |
| Uhrzeit | 14:30 Uhr |
| Ort | Festsaal Steigenberger Inselhotel, Konstanz |
| Tickets | erhältlich auf der Webseite der Bodensee Philharmonie |
Allgemeine Infos oder Fragen
+49 (0)7531 69138-0
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