Foto: Jan Raisch
Kontaktabbrüche gehören zu den schmerzhaftesten Erfahrungen im menschlichen Miteinander.
Wenn Beziehungen abbrechen – zwischen Eltern und Kindern, Geschwistern, Partner*innen oder über Generationen hinweg – bleiben oft Ratlosigkeit, Trauer, Wut oder Schuld- und Schamgefühle zurück.
Wie kommt es dazu?
Und warum scheint „kein Kontakt“ für viele Menschen zeitweise oder gänzlich der einzige Ausweg zu sein?
Der Vortrag nähert sich dem Thema Kontaktabbruch aus systemischer Perspektive. Er zeigt, dass Kontaktabbrüche selten einfache Entscheidungen sind, sondern Teil komplexer Beziehungsdynamiken: geprägt von Loyalitäten, unausgesprochenen Erwartungen, Verletzungen, Scham- und Schuldprozessen sowie dem Wunsch nach Selbstschutz und Autonomie.
Anhand verständlicher theoretischer Impulse und eines berührenden Praxisbeispiels eröffnet der Vortrag neue Sichtweisen auf Nähe, Distanz und Verbundenheit. Er schafft Raum für Verstehen, Mitgefühl und die leise Frage:
Was will dieser Abbruch vielleicht erzählen – über die Beziehung, über das System, über das, was nicht gesagt werden konnte?
Der Abend lädt dazu ein, Kontaktabbrüche differenzierter zu verstehen, eigene Bewertungen zu hinterfragen und neue Perspektiven auf Nähe, Distanz und Verbundenheit zu entwickeln – professionell wie persönlich.
Jan Raisch, ist 45 Jahre alt, führt in Radolfzell als systemischer Therapeut und Berater, Paartherapeut und Berater, EMDR-Therapeut und Supervisor eine eigene Privatpraxis. Als Lehrtherapeut für systemische Therapie und Beratung ist er am Bodensee-Institut für systemische Therapie und Beratung tätig.
Des Weiteren ist er seit zehn Jahren Fachdienstleitung in der voll- und teilstationären Kinder- und Jugendhilfe tätig.
| Datum | Dienstag, 14. April 2026 |
| Uhrzeit | 19.30 Uhr |
| Ort | Wolkensteinsaal, Kulturzentrum am Münster Wessenbergstraße 43, Konstanz |
| Eintritt | frei – über Spenden zur Kostendeckung freuen wir uns sehr |
| Anmeldung | nicht erforderlich |
Allgemeine Infos oder Fragen
+49 (0)7531 69138-0
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